I'll publish, right or wrong: Fools are my theme, let satire be my song. Lord Byron


Broistedt, den 22. März 2017



Blanker Zynismus

Vor Jahren habe ich mich sehr aufgeregt in diesen Seiten über Klaus Esser, der das stolze deutsche Unternehmen Mannesmann so schlecht geleitet und es an die Firma Vodafone abgegeben hat. Für die Zerschlagung seines Unternehmens bekam er vom neuen Eigentümer eine Prämie von 50 Millionen Mark im Jahr 2000.

Es war etwas unmoralisches, das mein Rechtsempfinden damals sehr verletzt hat. Wie kann ein Vorstandsvorsitzender die Existenz seines Unternehmens verteidigen, wenn er im Klaren ist, dass er reichlich belohnt wird, wenn sein Unternehmen kaputt ist?

Klaus Esser ist kein Einzelfall in der Geschichte der großen Unternehmen geblieben. Diese Woche gab es die Geschichte von Marissa Meyer, um mich erneut aufzuregen.

Diese Frau brauchte nur einige Jahre, um das stolze Unternehmen Yahoo zugrunde zu richten. Schlechte unternehmerische Entscheidungen zerstörten die Finanzen, schlechte Planung machte das Angebot fade und langweilig und Missachtung der Sicherheit ermöglichte den größten Datendiebstahl der Geschichte.

Es war Versagen auf der ganzen Linie. Die profitablen Teile des Konzerns würde abgegeben und der Rest verschwand aus dem Cyberraum. Der Name Yahoo hörte auf zu existieren. Ich kann nicht mehr etwas weiteres finden, was diese Frau hätte zerstören können.

Wenn sie zwar Anstand hätte, wäre sie aus dem Licht der Öffentlichkeit verschwunden, um die Buße für ihr Monumentales Versagen anzutreten. Sie tat es nicht und bekam vom neuen Eigentümer eine Belohnung von 23 Millionen.

Diese Belohnung ist ein Hohn für die vielen Beschädigten des Untergangs von Yahoo und eine Ohrfeige aus das Gesicht aller anständigen Menschen und ein Affront gegen das Prinzip, dass Prämien sollten nur bezahlt werden, um gute Leistungen zu belohnen.

Ich schließe diesen Bericht mit einem blauen Gefühl in der Magengrube.


Wie macht man aus einer Zuckerbombe eine gesunde Speise?

Es war eine phantastische Idee. Man sollte Lebensmittel mit Ampelfarben kennzeichnen, um anzuzeigen, ob diese Speise oder das Getränk vom Nahrungswert gesund (grün), ungefährlich (gelb) oder schädlich (rot) ist. Es wäre das richtige Mittel, um Fettleibigkeit und krankhafte Ernährung zu bekämpfen.

Es kam nicht dazu. Die mächtige Lobby der Nahrungsmittel-Industrie verhinderte den Plan und unsere Politiker ließen uns im Stich. Für mehrere Jahre mussten wir ohne die Ampelfarben auf den Packungen leben.

Es klingt sehr überraschend, dass plötzlich die ganz Großen der Industrie (Coca Cola, Unilever, PepsiCo, Mars, Mondelez und Nestlé) angekündigt haben, dass sie die Ampelfarben für die Kennzeichnung ihrer Produkte einführen wollen. Kann es sein, dass sie ein reines Gewissen haben wollen?

Wir glauben nicht an den Weihnachtsmann und das macht die Industrie mit Sicherheit auch nicht. Man muss nur noch den Trick entdecken, den sie ausgedacht haben. Er wurde auch schnell gefunden; er liegt an der Größe der Portionen.

Beispiel: Die Frühstücksflocken Cookie Crisp von Nestlé. Sie enthalten 28 g Zucker auf 100 g Flocken und sind mit anderen Worten eine echte Zuckerbombe. Da die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt nicht mehr als 25 g Zucker pro Tag zu Essen, wäre es kriminell seinem Kind diese Flocken als Frühstück zu geben.

Nestlé will diese Flocken mit einer grünen Ampel kennzeichnen. Sie haben eine Portionsgröße von 30 g definiert und sie enthält nur 8,4 g Zucker, was einem gesunden Wert entspricht. Dass niemand mit nur 30 g Flocken satt wird, ist für die Industrie völlig egal. Sie haben einen Trick gefunden, um ein ungesundes Produkt als gesund zu deklarieren.

Mit einem riesigen Aufwand an Werbung und Bergen von Zucker und Fett ruinieren sie Tag für Tag die Volksgesundheit und wollen sie uns auch noch für dumm verkaufen. Wir haben eine einzige Möglichkeit uns zu wehren: Wir müssen besser informiert sein und den Unsinn auf den Verkaufsregalen meiden.








Neuigkeiten:





Du hast in deinem Bildschirm das 37. Heft unseres 20. Jahrganges.

Die Zahl der Woche:

375400
Baugenehmigungen für den Bau von Wohnungen wurden in 2016 erteilt. Das 21,6 % mehr als im Vorjahr.

Die Bauernregel dieser Woche lautet:

Bringt Rosamunde (Sa. 11.03) Sturm und Wind, so ist Sybilla (29. April) uns gelind.
Anm.d.Red.: Ich freue mich auf Sybilla.

Der falsche Prophet des Monats:

.
"Zwischen der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik und der imperialistischen Bundesrepublik Deutschland gibt es keine Einigkeit und wird nie eine geben."
Erich Honecker 1981

Wusstest du, das?

"Schwuchteln" ist ein altdeutsches Wort für "tänzeln".

Hier ist unsere Sammlung vom nutzlosen Wissen.



Wir sind im 20. Erscheinungsjahr und wir marschieren weiter.

Das fanden wir in den Telefon- und Adressbüchern:


Fritz Schienbein, Klempner, Forsthausstr. 4, Schlitz 06642 91 92 40


Hier kannst du unsere Sammlung der interessanten Namen ansehen.

Björn Vofrei
Lothar Tacke
Michael Scheler
Franziska Magnus
Patrick Duwe
Bernd Kirchhübel
Alexandra Hein
Paul Benos
Werner Wickboldt
Sebastian Woelke
Mareen Lange
Sabrina Peschke
Nils Benjamin Bühnert
Julia Miller
Andreas Boost
Die Chronik der Woche

Ereignisse
Vor 10 Jahren:Der Spielfilm Die Fälscher von Stefan Ruzowitzky hat seinen Kinostart.
Vor 10 Jahren:27 Staats- und Regierungschefs der EU unterzeichnen die Berliner Erklärung.
Vor 20 Jahren:Der Komet Hale-Bopp erreicht seinen erdnächsten Punkt.
Vor 20 Jahren:Papua-Neuguineas Premier Julius Chan erklärt seinen Rücktritt.
Vor 20 Jahren:Im schweizerischen Graubünden erfolgt der Durchschlag des Vereinatunnels.
Vor 20 Jahren:39 Mitglieder der UFO-Sekte Heaven’s Gate werden tot aufgefunden.
Vor 20 Jahren:Eine Steinlawine tötet in Afghanistan etwa 380 Menschen.
Vor 30 Jahren:Willy Brandt tritt als Parteivorsitzender zurück.
Vor 40 Jahren:Auf Teneriffa ereignet sich das verheerendste Flugzeugunglück. 583 Tote.
Vor 40 Jahren:"Rocky" wird als bester Film des Jahres mit einem Oscar ausgezeichnet.
Vor 50 Jahren:In Polen wird die Chrobry-Eiche als Naturdenkmal geschützt.
Vor 60 Jahren:EWG-Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.
Vor 60 Jahren:Das Bundesverfassungsgericht bestätigt die Fortgeltung des Reichskonkordats.
Vor 70 Jahren:Harry S. Truman ordnet die Überprüfung aller Regierungsbediensteten an.
Vor 80 Jahren:Republikanische Truppen verhindern die Umschließung Madrids.
Vor 80 Jahren:"Roxy und ihr Wunderteam" von Paul Abraham wird in Wien uraufgeführt.
Vor 90 Jahren:Ehm Welks Stück Gewitter über Gotland wird an der Berliner Volksbühne uraufgeführt.
Vor 90 Jahren:Das erste Mille Miglia Autorennen wird in Brescia gestartet.
Vor 90 Jahren:Mit dem Musical Rufus LeMaire’s Affairs wird in NYC das Majestic Theatre eröffnet.
Vor 100 Jahren:Deutsche Soldaten sprengen in der Picardie den Donjon der Burg Coucy.
Vor 110 Jahren:Friedrich von Lindequist, stellt ein Viertel von Deutsch-Südwestafrika unter Naturschutz.
Vor 110 Jahren:In Reaktion auf den Bauernaufstand kommt es in Rumänien zu einem Regierungswechsel.
Vor 110 Jahren:Adolf Jandorf eröffnet an der Tauentzienstraße/Wittenbergplatz das Kaufhaus des Westens.
Vor 120 Jahren:Bei Müngsten findet das Richtfest für die Kaiser-Wilhelm-Brücke statt.
Vor 140 Jahren:Zar Alexander II. kommt den Slawen im Kampf gegen das Osmanische Reich zu Hilfe.
Vor 160 Jahren:Elisha Graves Otis stellt den weltweit ersten Personenaufzug fertig.
Vor 210 Jahren:Das britische Parlament beschließt die Abschaffung des Sklavenhandels.
Vor 220 Jahren:Nathaniel Briggs erhält das erste Patent auf eine Waschmaschine.
Vor 460 Jahren:Der Zweite Frieden von Nowgorod beendet den Russisch-Schwedischen Krieg.
Vor 940 Jahren:Der Gegenkönig Heinrichs IV., Rudolf von Rheinfelden wird in Mainz gesalbt.
Vor 990 Jahren:Papst Johannes XIX. krönt Konrad II. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs.
Vor 1300 Jahren:Nach einem Putsch wird Leo III. in Konstantinopel zum byzantinischen Kaiser gekrönt.
Geburtstage
Vor 40 Jahren:Wayne Carpendale, Schauspieler.
Vor 60 Jahren:Oliver Hirschbiegel, Regisseur.
Vor 70 Jahren:André Heller, Aktionskünstler.
Vor 70 Jahren:Elton John, Musiker.
Vor 80 Jahren:Armin Hary, Sprinter.
Vor 80 Jahren:Peter Vogel, Schauspieler.
Vor 80 Jahren:Robert Gallo, Virologe.
Vor 90 Jahren:Martin Walser, Schriftsteller.
Vor 90 Jahren:Herbert Fux, Schauspieler.
Vor 90 Jahren:Mstislaw Rostropowitsch, Cellist.
Vor 90 Jahren:Harry Tisch, Betonkopf.
Vor 100 Jahren:Cyrus Vance, Politiker.
Vor 110 Jahren:James M. Gavin, US-Generalleutnant.
Vor 110 Jahren:Daniel Bovet, Pharmakologe (NP 1957).
Vor 110 Jahren:Hassler Whitney, Mathematiker.
Vor 110 Jahren:John Wayne, Schauspieler.
Vor 120 Jahren:Sepp Herberger, Fußballnationaltrainer.
Vor 130 Jahren:Juan Gris, Maler.
Vor 130 Jahren:Roscoe „Fatty“ Arbuckle, Schauspieler.
Vor 150 Jahren:Arturo Toscanini, Dirigent.
Vor 150 Jahren:Karl Pearson, Mathematiker.
Vor 170 Jahren:Otto Wallach, Chemiker (NP 1910).
Vor 170 Jahren:Gyula Farkas, Physiker und Mathematiker.
Vor 180 Jahren:Horace Parnell Tuttle, Astronom.
Vor 200 Jahren:Carl Wilhelm von Nägeli, Botaniker.
Vor 220 Jahren:Wilhelm I., deutscher Kaiser.
Vor 220 Jahren:James Hutton, Geologe.
Vor 250 Jahren:Joachim Murat, König von Neapel und Marschall von Frankreich.
Vor 290 Jahren:Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern.
Vor 450 Jahren:Anna Margarete, Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg und Pröpstin im Stift Quedlinburg.
Ich hasse die runden Geburtstage
und die kleinen dazwischen.
Woody Allen


Todestage
Vor 10 Jahren:Paul Christian Lauterbur, Erfinder der Kernspintomographie (NP 2003).
Vor 20 Jahren:Otto John, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz.
Vor 30 Jahren:Odysseas Angelis, Offizier und Politiker.
Vor 30 Jahren:Eugen Jochum, Dirigent.
Vor 40 Jahren:Gustav Schickedanz, Gründer des Versandhauses Quelle.
Vor 60 Jahren:Rudolf Fischer, Chemiker und Unternehmer.
Vor 60 Jahren:Max Ophüls, Filmregisseur.
Vor 100 Jahren:Louis Schmeisser, Waffenkonstrukteur.
Vor 150 Jahren:Friedlieb Ferdinand Runge, Chemiker.
Vor 160 Jahren:William Colgate, Unternehmer und Mäzen.
Vor 190 Jahren:Ludwig van Beethoven, Komponist.
Vor 280 Jahren:Wachtang VI., georgischer König.
Vor 780 Jahren:Johann von Brienne, König von Jerusalem.

Das berühmte "letzte Wort" der Woche
a "Ich sterbe für mein Vaterland, ich habe ein reines Gewissen."
Wilhelm Canaris 1945

So viele Menschen gibt es annähernd in diesem Augenblick:






Der Link der Woche

.

Es ist ein ganz interessantes Experiment. Du suchst einen beliebigen Artikel im englischsprachigen Wikipedia und klickst auf den ersten Link. Dort klickst du wieder auf den ersten Link und so geht es weiter. Es dauert nicht lange, bis du auf den Artikel "Philosophy" landest. Es geht natürlich viel einfacher; "xefer.com" macht diese Suche automatisch für dich.

So kommst du zur Philisophie

Der Witz der Woche


Willst du auch unseren Polwitz sehen?






Das obskure Bild der Woche










Spruch der Woche


"Die Tatsache, dass Menschen sehr wenig lernen von den Lehren der Geschichte,
ist die wichtigste Lehre, die uns die Geschichte lehrt."
Aldous Huxley


Das Video der Woche



Die Jäger der Sendung "Gefragt Gejagt" revanchieren sich beim singenden Moderator.



Niederschlagsradar.de







Bild 881


Was ist besser, das aufgefrischte (links) oder das alt-gediegene (rechts)?





Deutschland sucht den Superstar. Dumme Dialoge, unbrauchbare Juroren und unmögliche Musik. Eine Beleidigung gegen den guten Geschmack.




Satire



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